Lüttje Kringabend am 12.10.2010
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"Schafschurwolle - Die Wunderfaser der Natur", Diavortrag vom Berater für Schafzucht und Schafhaltung Michael Gertenbach.
In der Einleitung gab er einen Überblick über Schafzucht in Niedersachsen im Vergleich zu früher und auch mit anderen Ländern, danach berichtete er über die Wollproduktion und Vermarktung in Deutschland. Wolleigenschaften, Wolleverarbeitung und -veredelung und alternative Möglichkeiten der Wolleverwertung, beendeten mit einer Fragephase den außerordentlich interessanten und versierten Vortrag.
Darüber hinaus brachte Michael Gertenbach Wollproben der verschiedenen Rassen mit und für Interessierte Adressen von Schafhaltern.
Lüttje Kringabend am 14. September 2010
Plattdüütsch Warkstäe Stapelfeld zu Gast beim Oldenburger Kring
Die Plattdüütsch Warkstäe gibt es seit 1991 in der Katholischen Akademie Stapelfeld. Die Warkstäe ist ein Kreis von Autorinnen und Autoren, die sich vier bis fünf Mal im Jahr in Stapelfeld zum Schreiben von Gedichten und Geschichten in niederdeutscher Sprache treffen. Zu einem vorgegebenen Thema werden dann an einem Wochenende vor Ort in Stapelfeld die Texte geschrieben und anschließend in der gemeinsamen Runde vorgetragen und diskutiert. Hier erhält so manches Gedicht, so mancher Prosatext den letzten Schliff. Die Schrieverslüüe stellen sich dabei gern der gemeinsamen Kritik, haben sie doch die Erfahrung aus bald schon 20 Jahren, dass Texte, die in dieser Runde bestanden haben, auch vor großem Publikum ihre Zuhörer finden werden. Zu den Mitbegründern gehörten u. a. die bekannten niederdeutschen Autoren Heinz von der Wall aus Ankum und Heinz Strickmann aus Clopenburg. Die Leitung der Schreibwerkstatt hat von Beginn an Heinrich Siefer. Er ist in der Akadeie Stapelfeld zuständig für den Fachbereich Plattdeutsch. Eine Reihe von Autorinnen und Autoren der Plattdüütsch Warkstäe haben für ihr literarisches Schaffen auch schon Preise erhalten oder ihre Texte wurden abgedruckt in überregionalen Anthologien wie z.B. in der Reihe von „Vertell doch mal“, dem Geschichtenwettbewerb vom Norddeutschen Rundfunk. Zum Stamm der Warkstäe gehören um die 16 Schrieverslüüe aus dem Raum Südoldenburg, Nordoldenburg und dem Emsland, so u. a.: Maria von Höfen, Lohne; Helga Hürkamp, Kroge; Hanna Harders, Elisabethfehn; Jutta Engbers, Friesoythe; Theo von Garrel, Augustfehn; Louise Lucas, Werwe; Alfons Sanders, Herzlake; Elke Meiertöns, Oldenburg; Franz Schwalm, Bösel. In den Texten der Schrieverslüü spiegelt sich somit auch die Vielfalt der verschiedenen Mundarten wieder, die ja ein Kennzeichen der plattdeutschen Sprache sind. Doch die Schreibwerstatt ist keine geschlossene Gesellschaft. Eingeladen sind alle, die Interesse an der plattdeutschen Sprache haben und versuchen möchten, in dieser Sprache Texte zu verfassen. Anfänger profitieren dabei von Anfang an von den Erfahrungen der „alten Hasen“. Aus der Arbeit der Warkstäe sind bisher schon fünf Bücher hervorgegangen: 1992 Wiehnacht an ´n Kamin; 1998 Sünnenschien un Rägendraopen, 2001 Is weer Winter. Die Warkstäe wagte in den Jahren 2003 und 2004 dann etwas ganz Neues. In Zusammenarbeit mit dem Vechtaer Fotografen Willi Rolfes erschienen 2 Bildbände, deren Bilder von den Autorinnen und Autoren mit Beschreibungen, Betrachtungen oder Meditationen in plattdeutscher Sprache kommentiert wurden. Diese Bildbände erfreuen sich auf dem plattdeutschen Buchmarkt großer Beliebtheit. (2003 Boombiller – Billerbööme, Ein plattdüütsch Bauk mit Biller van Willi Rolfes; 2004 Wulkenland, Ein plattdüütsch Bauk mit Biller van Willi Rolfes.) Die Schrieverslüüe der Werkstatt begründeten im Jahre 1991 zusammen mit Heinrich Siefer den heute schon traditionellen adventlichen Abend „Wiehnacht an ´n Kamin“ in Stapelfeld. Hier werden die eigens in einer vorangegangenen Warkstäe geschriebenen Texte erstmalig vorgelesen. Dazu gibt es in der Regel Musik, Punsch und Spekulatius.
Die Warkstäe gestaltet aber auch außerhalb von Stapelfeld in Zusammenarbeit mit Heimat- und Dorfvereinen niederdeutsche Autorenabende, so u. a. in der Dörps- und Buurnstaoven in Liener.
Am 14. September 2010 werden einige der Schrieverslüü ausgewählte Texte vortragen.
Lüttje Kringabend am 10. August 2010
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Plattdüütsch in Oldenburg und umto
Große Vielfalt ist ein Kennzeichen des Plattdeutschen. Fast ist es so, als hätte jedes Dorf sein eigenes Platt. Eine der Ursachen ist darin zu suchen, dass Plattdeutsch keine Schriftsprache mehr ist. Der Streit einiger Autoren um die rechte Schreibweise ist müßig, denn diese könnte die unzähligen Ortsdialekte nicht mit einem vertretbaren Aufwand darstellen. Es gelänge allenfalls mit dem Prinzip des Einfangens völlig unterschiedlicher Sprachen mit einheitlicher Schrift. Dafür gibt es global wenigstens ein Beispiel.
Der Ollnborger Kring stellt mit seinem 1321. Lüttjen Kringabend am 10. August 2010 im Oldenburger Kulturzentrum PFL die Vielfalt der Plattdeutschen Sprache, der Lingua Saxonica, aus den verschiedenen Bezirken des Weser-Ems-Gebietes dar: von Südoldenburg (Damme) über Ostfriesland (Leer, Aurich), das Jeverland, Friesische Wehde, Wesermarsch und Ammerland anhand der „Wenkerschen Sätze“, die erst jüngst wieder vom Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas der Universität Marburg und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz auf ihren gegenwärtigen Stand abgeglichen wurden.
Das Ganze geht zurück auf das Jahr 1876, als der Bibliothekar Georg Wenker damit begann, bestimmte hochdeutsche Sätze in 45.000 deutschen Volksschulen in den jeweiligen Ortsdialekt zu übersetzen. Daraus erwuchs eine international etablierte Wissenschaftsdisziplin.
134 Jahre danach haben Kringmitglieder an der aktuellen Sprachdarstellung teilgenommen und erstaunt die Veränderungen wahrgenommen, die kaum ins Gewicht fielen. Mitglieder des „Klönsnack mit Tee“ werden am 10.08.2010 im PFL hierzu verblüffende Hörbeispiele liefern.
Günter Brüning
Jubiläum: 100. "Klönsnack mit Tee" mit Günter Brüning am 17.06.2010
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Lüttje Kringabend: 08.06.2010
Dirk Sander, Neßmersiel: Granat: güstern - vandagen - un tokaamen tied
„Granat: güstern, vandagen un tokamen tied“
Dirk Sander ist ein Berufsleben lang
Granatfischer gewesen. Gegenwärtig ist er Präsident des Landesfischereiverbandes
Weser-Ems e.V., der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiern
wird als Union der Berufs- und Sportfischerei.
Vor dem Hintergrund der
Fischereipolitik der Europäischen Union hielt Dirk Sander den Vortrag in seiner
ostfriesischen Muttersprache und damit getreu der Sprachencharta der
Europäischen Union unverfälscht über das 1 x 1 der schwer- bis unverständlichen
Fischereibürokratie Brüssels. Victoriabarsch- und Pangasius-Importe aus Afrika
und Ostasien bei
gleichzeitiger Vernichtung hiesiger fangfrischer Schollen, wer kann das
verstehen?
Wie aber ist das Geschehen um die Krabbenfischerei (-Granat – Garnele -) zu
verstehen, die sogar eine Überwachung aus dem Weltraum und nicht verständliche
sogenannte
Sicherheitsvorschriften deutscher Behörden zu erdulden hat?
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(auf "Kring up Reisen" klicken)

Lüttje Kringabend: 11.05.2010
Dat Ammerland to Besöök in `n Ollnborger Kring
Jung un jungbleven Schrieverslü leest ehr eegen
Geschichten, de al meisttiets in` Plattdüütsch Klenner afdruckt weern.

Tammo Poppinga ut Raast Gitarre
speelt
plattdüütsch Leder, sülfst vertont
07./08.05.2010: 91. Niedersachsentag in Verden (Aller)
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| Austausch der roten und weißen Mappe | Prof. Dr. Hansjörg Küster, Präsident des NHB | Christian Wulff, Niedersächsischer Ministerpräsident |
Öffentliche Festveranstaltung "Die Rote Mappe des NHB 1960 - 2010"
Zur Festveranstaltung am Sonnabend, 8. Mai 2010 fanden ca. 300 Gäste den Weg in die Stadthalle Verden aus Anlass des Austausches der ROTEN und der WEISSEN MAPPE zwischen dem NHB und der Landesregierung. Die kulturpolitische Arbeit und das Engagement des NHB für Naturschutz, Kultur- und Denkmalpflege wurden auch von der Wissenschaftssenatorin der Stadt Hamburg und Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Dr. Herlind Gundelach, hervorgehoben. Die seit 50 Jahren zusammengestellten und jährlich zu aktuellen Themen Stellung beziehenden ROTEN MAPPEN des NHB seien ein einzigartiges Dokument bürgerschaftlichpolitischen Engagements in Deutschland.
Der Ollnborger Kring ist als Mitglied des NHB mit zwei Vorstandsmitgliedern vertreten gewesen.
http://www.niedersaechsischer-heimatbund.de/inhalt/RoteMappe2010.pdf
Lüttjer Kring-Abend am Dienstag dem 20.04.2010 im Bümmersteder Krug
Vorstellung der Danzkoppel van`n Ollnborger Kring

Lüttjer Kring-Abend am Dienstag dem 09. März 2010:
Zwei jüdische Friedhöfe in Breslau (Wroclaw) und Ovelgönne
Friedhöfe spielen in der Jahrhunderte langen Geschichte jeder Stadt oder Gemeinde als Zeugnisse der Vergangenheit und des menschlichen Seins eine ganz besondere Rolle.
Der auf plattdeutsch gehaltene Bildvortrag des Künstlers Raymon E. Müller ist ein stimmungsvoller Spaziergang über zwei sehr gegensätzliche jüdische Friedhöfe.
Der Vortrag stellt die großstadtgeprägte Anlage im Breslau (heute Wroclaw), Anfang des 18. Jahrhunderts in Breslau angelegt, und das ländliche Kleinod bei Ovelgönne (Wesermarsch), angelegt 1811, vor.
Erläuterungen zu Inschriften, Begräbnisritualen, Vorstellung von Persönlichkeiten und Lebensläufe sollen helfen ein Bild über das Miteinander unterschiedlicher Religionszugehörigkeiten abzurunden.
Informationen und historische Erläuterungen über jüdisches Leben in der Wesremarsch, Varel, Oldenburg und die Fotos von R. E. Müller, sollen helfen zum Verständnis beizutragen.
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