Kring up Reisen am 05.06.2010
Unter der Leitung von
Fritz Lottmann ging die Fahrt am Sonnabend, in die Stadt Norden in
Ostfriesland.
Dort erwartete die Teilnehmer im alten, ehrwürdigen Rathaus eine historische
Reise in die Entstehung und das Leben der Theelacht.
Dr. Hans-Hermann Briese führte mit einem interessanten Vortrag durch die
Geschichte dieser rund 1000 Jahre alten Genossenschafsform (
theel = teilen und acht = Gemeinschaft).
Das Teemuseum versorgte alle uns mit Tee und Krinthstuut.
Die "kleine Überraschung" war die Besichtigung der Störtebekerkirche in Marienhafe http://de.wikipedia.org/wiki/St.-Marien-Kirche_%28Marienhafe%29.
Wie jedes Jahr eine gelungene Veranstaltung!
![]() |
![]() |
![]() |
||
|
|
||||
„Kring up Reisen“ am Sonnabend, 6. Juni 2009
Unter der bewährten Leitung von Fritz Lottmann konnte der Ollnborger Kring im Rahmen seiner diesjährigen Veranstaltung „Kring up Reisen“ an einem recht außergewöhnlichen Jubiläum teil-
haben:
2000 Jahre Varusschlacht“
Im Jahre 9 n. Chr. erhielt
der römische Feldherr Varus von Rom den Befehl, die immer noch aufsässigen
Germanen, darunter auch den
Stamm der Cherusker, zu bezwingen und nach den damaligen Regeln zu
unterwerfen.
Jahrhunderte ging man
davon aus, dass diese Schlacht bei Detmold im Teutoburger Wald stattgefunden
habe und legte mit der Errichtung
des Hermanns-Denkmal den Schlachtort recht voreilig
fest. Durch viele Funde
altrömischer Münzen, Waffen- und Rüstungsteile, sowie Geländeerkundungen und
die Aufarbeitung römischer
Schlachtstrategien hat man erforscht, dass diese historische Schlacht mit
großer
Sicherheit im Bereich von Kalkriese im Osnabrücker Land stattgefunden haben
muss. Der germanische Krieger Hermann
der Cherusker, der als Arminius in römischen Diensten
stand, vereinte viele untereinander zerstrittene germanische Stämme, lockte Varus mit drei Legionen
in eine Falle und vernichtete sie in einer überaus blutigen Schlacht. Eine Legion bestand mit Tross
und Zivilisten aus 6000 – 10 000 Menschen.
Ein Bus brachte die Kring-Mitglieder
wie auch einige Nichtmitglieder von Oldenburg nach Kalkriese/Bramsche. Dort
erwartete
sie eine hochklassige, fachkundige Führung durch das „Museum Varusschlacht“
und eine hochwillkommene Stärkung durch Kaffee
und Kuchen.
Nach diesen
frühgeschichtlichen Eindrücken stand noch ein kurzer Aufenthalt in dem
kleinen Ort Sevelten bei Cloppenburg auf dem Programm.
Hier ereignete sich 1929 eine sehr ernsthafte Begebenheit um einen Eberborg
(ein ausgedienter Deckeber), die mit einem Prozess mit hohen
Strafen für die beteiligten Bürger endete. Der niederdeutsche Dichter August
Hinrichs hatte diesen Vorfall als Vorlage für sein niederdeutsches
Theaterstück die „Swienskummedi“ benutzt. Hinrichs hat aus dieser eigentlich
sehr ernsten Geschichte ganz absichtlich eine Komödie gemacht,
auch wohl, um die Dickköpfigkeit und das schlitzohrige Verhalten des
Bauernstandes zu dokumentieren. Diese Komödie, die auch zweimal
unter dem Titel „Krach um Jolante“ verfilmt wurde, war zu seiner Zeit das
meistgespielte plattdeutsche Theaterstück in ganz Deutschland.
Mit einer Besichtigung der
schönen, alten St. Marienkirche zu Sevelten, die aus dem 12. Jahrhundert
stammt, wurde die diesjährige Kringfahrt
beendet.
Die Teilnehmer waren sich in der Beurteilung dieser ereignisreichen Fahrt sehr einig.
Es war wieder einmal eine tolle Fahrt! Fritz Lottmann
mehr Bilder:
(auf "mehr Bilder" klicken, dann auf den Pfeil, zum Wechsel auf das gezeigte
Bild klicken)
![]() |
![]() |
![]() |
|
|
|
![]() |
![]() |
|
In der alten Kirche
in Sevelten bedankte sich die Singkoppel unter Anton
Günter Wempe mit "Dona nobis pacem".
Wir freuen uns
schon auf die nächste Fahrt "Kring up Reisen".
Kring up Reisen 2008
Die diesjährige Fahrt des Ollnborger Kring führte die Teilnehmer nach Leer:
„Schloss Evenburg"
Dieses Schloss stammt aus dem Jahre 1650 und ist erst vor ein
paar
Jahren vom Landkreis Leer wieder prunkvoll wie eh und je restauriert
worden.
Leitung der Fahrt: Fritz Lottmann
![]() |
![]() |
![]() |
|
|
![]() |
![]() |
Zum Schluss die Überraschung: die Besichtigung einer kleinen
evangelisch-lutherische Kirche aus dem 14. Jahrhundert in Logabirum mit
einem sehr sympathischen
Pastor Bartels, der viel über die Geschichte dieser Kirche erzählen konnte.
Kring up Reisen 2008
Auch in diesem Jahr erlebten die Kringmitglieder und Gäste, die an der Fahrt des Ollnborger Kring teilgenommen hatten, einen schönen, informativen und erhol-
samen Nachmittag.
Fritz Lottmann, der die Fahrt wieder einmal organisiert hatte, führte die Teilneh-mer nach Leer in das „Schloss Evenburg“.
Am Sonnabend dem 07. Juni 2008 stand an der
Weser-Ems-Halle und kurz darauf am ZOB in Oldenburg ein Bus bereit, der die
Teilnehmer zum Zielort brachte.
Erfreulicherweise war der Bus fast ausgebucht, obwohl die Anmeldungen,
vielleicht aufgrund mangelnder und zu später Presseveröffentlichungen,
zunächst recht spär-
lich und spät ankamen.
Eine fachkundige Führung informierten die außergewöhnlich interessierten Zuhörer über die wechselvolle Geschichte dieses Leeraner Schlosses, das 1650 als „Even-
burg“ erbaut worden war, später fast komplett abgebrochen, wieder neu aufgebaut und vielfachen Verwendungszwecken gedient hat. Der Landkreis Leer hat den gan-
zen Komplex mit Schloss und Park mit hohem
Kostenaufwand, an dem sich natürlich das Land und die EU beteiligt haben,
wieder besonders prunkvoll restaurieren
lassen und damit der Stadt Leer mit einem großen Umkreis ein wertvolles
kulturelles Geschenk gemacht. In der Woche agiert dort eine Akademie für
Betriebswirte und
Wirtschaftsinformatiker und die Musikschule. Natürlich finden dort auch
öffentliche Ver-anstaltungen statt. An den Wochenenden sind die Gebäude und
die
Gartenanlagen mit den beeindruckenden Alleen für Besucher geöffnet.
Nach einer Stärkung durch Kaffee/Tee und Kuchen im Schloss-Cafe` war die Ev. Lutherische Kirche in Logabirum die letzte Station der Kring-Fahrt. Diese kleine
Luth. Kirche, in der Hochburg des reformierten Kirchenbereiches, wurde bereits im 12. Jahrhundert erwähnt. Der Hauptteil der Kirche wurde wohl 1639 erbaut und
diente als Zufluchtsstätte für die Leeraner und Logaer Lutheraner. Sie gehört zu den besonders schönen, kleinen Kirchen, mit einer sehenswerten, kunstvollen geschnitz-
ten, alten Kanzel und ist immer einen Besuch
wert. Heute gehören Lutheraner wie Reformierte zu der Kirchengemeinde.
Erstaunlich ist übrigens, dass diese Kirche
während des 30-jährigen Krieges erbaut wurde.
Gegen 18.30 Uhr war der Bus wieder in
Oldenburg. Die Teilnehmer gingen zufrieden, vielleicht etwas ermüdet, aber
mit dem Gefühl einen schönen Tag erlebt zu
haben nach Hause.
Fritz Lottmann
Eenmal in`t Jahr heet dat för de Kring-Lü, „De Kring geiht up Reisen!“
Use Reise-Baas söcht in use heel Kuntrei jümmers
wedder besünners moje Kanten ut, wo dat veel to bekieken un to beleven
gifft. He organiseert dat allerbest un stüürt de Lü so fein dör den Dag, dat
se alltiet meent: „Man weer dat `n fein Beleven!“
Reise-Baas: Fritz Lottmann, Raast (Rastede), Tel. 04402 / 81308
![]() |
![]() |
Kring up Reisen 2007
Unter der schon bewährten Leitung von Fritz Lottmann fuhr ein vollbesetzter Bus
am Sonnabend, 09. Juni 2007 um 13.00 Uhr von Oldenburg nach Bremerhaven in
das Erlebnismuseum „Deutsches Auswandererhaus“.
Dieser Museumsbesuch kann nicht einfach als kultureller Genuss bezeichnet wer-
den. Es bietet als Erlebnismuseum noch sehr viel mehr, denn es ist emotional außer-
ordentlich stark besetzt. Der Besucher wird dort einerseits mit einem Stück weitest
unbekannter und auch oft verdrängter Deutscher Geschichte konfrontiert, wie auch
mit unglaublichen Strapazen, die Auswanderer auf sich nehmen mussten und vielen
tragischen Einzelschicksalen.
Allein vom Columbus-Anleger in Bremerhaven, dort wo heute das Museum steht,
sind im 19. und 20. Jahrhundert 7 Millionen Deutsche ausgewandert. Meistens wa-
ren es wirtschaftliche Gründe, aber auch politische oder religiöse Probleme veran-
lassten seinerzeit die Menschen in eine neue, völlig fremde Welt zu gehen.
Auf der kleinen Insel „Ellis Esland“ im Schatten der Freiheitsstatue von New York
war für die Auswanderer die erste Station in der „Neuen Welt“, hier wurde entschie-
den, ob sie einreisen durften oder wieder zurückreisen mussten. Diesen Ort nannten
die Menschen sehr treffend: „Insel der Tränen“.
Tief beeindruckt, aber auch ein gutes Stück reicher an erlebter Deutscher Geschichte,
kehrten die Teilnehmer dieser Kring-Fahrt nach Oldenburg zurück.
Fritz Lottmann